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+++ Montag 26.09.2016, 20:30 Uhr:
Theater Rampe, Filderstraße 47, Stuttgart

Unverstandener Nationalsozialismus – Unverstandener Antisemitismus
Was Deutschland zusammenhält
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

In Deutschland pflegt man ein merkwürdiges Selbstbewusstsein, dem die von ihm verursachten Katastrophen erstaunlich wenig anhaben können. War es in der Nachkriegszeit die Überzeugung, das „Wirtschaftswunder“ sei „unserem Fleiß“ geschuldet, der „uns“ wohltuend von anderen abhebe, so nährt sich deutsche Selbstgewissheit in jüngster Zeit vor allem aus dem Stolz auf „unser Lernen aus der Geschichte“. Stolpersteine werden verlegt, „Nie wieder“-Schwüre sind zum festen Ritual geworden, ein Holocaust-Mahnmal wurde errichtet. Doch im Gewande der Demut kommt alte Überheblichkeit daher. Andere Völker würden uns um dieses Mahnmal beneiden, sprach ein führender Historiker und konnte sich des rauschenden Beifalls der wohlanständigen Mitte dieser Gesellschaft sicher sein.
Wie wenig der Nationalsozialismus entgegen allen Beteuerungen aufgearbeitet ist, zeigt sich jedoch nirgends deutlicher als im völligen Unverständnis des Antisemitismus, von dem man eigentlich nur weiß, dass er irgendwie schlecht ist. Hätte man ihn hingegen begriffen, müsste ein oberflächlicher und personalisierender Antikapitalismus, der von „den Gierigen, die uns alle aussaugen“ phantasiert, auf entschiedenen Widerstand stoßen. Doch ganz im Gegenteil, seit Beginn der Krise 2008 grassiert er. Und in obszöner Selbstgerechtigkeit meint man in Deutschland, ausgerechnet aus der Shoah mehr gelernt zu haben als die Juden. Deswegen sind zwar zwei Drittel der Deutschen davon überzeugt, vom jüdischen Staat gehe die größte Gefahr für den Weltfrieden aus, aber Antisemit will sich keiner von ihnen nennen lassen. Doch hinter dem verbreiteten „Man wird doch nochmal sagen dürfen“ verbirgt sich alter Antisemitismus in pflegeleichter Aufmachung: Niemand hat was gegen Juden, bewahre! Wir wollen doch alle nur Israel kritisieren.
Der Referent wirft einen Blick auf Nationalsozialismus und Antisemitismus jenseits des herrschenden Mainstreams und zieht unbequeme Schlüsse, die zur Diskussion einladen

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+++ Montag 19.09.2016, 20:30 Uhr:
Theater Rampe, Filderstraße 47, Stuttgart

Live und in Farbe – neue Spielzeit, neues Glück

Theater, Theater – stellen Sie die Fragen, die Sie schon immer mal loswerden wollten. Und stellen Sie sie den beiden Rampen, die auch die Antworten kennen: Marie Bues und Martina Grohmann sprechen mit Ihnen über den neuen Spielplan und die künstlerischen Positionen.
Die Montagegruppe denkt und hakt nach.
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+++ Montag 12.09.2016, 20:30 Uhr:
Theater Rampe, Filderstraße 47, Stuttgart

Eingewöhnung

Zwangloses, geselliges Miteinander zum Auftakt der neuen Saison. Einübung konkreter sozialer Praktiken. Setting: Röhrenplattenspieler, kalte Getränke, Tischtennis, Tischkickern, Kundalini Meditation (auf Anfrage), kleinere Geldgeschenke.
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